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Marathon des Sables - Foto: tent86 - CC BY 2.0
Marathon des Sables - Foto: tent86 - CC BY 2.0

Extrem, extremer, am extremsten  

Die 10 extremsten Marathon-Veranstaltungen der Welt

Berühmte Laufevents in großen Metropolen wie New York, London oder Berlin zählen für ambitionierte Marathon-Athleten mittlerweile zum jährlichen Fixprogramm. Wem ein normaler Marathon quer durch Häuserschluchten noch nicht anstrengend genug erscheint, der dürfte an den folgenden Veranstaltungen seine Freude haben.

Weltweit gibt es nämlich zahlreiche Events, die sich von herkömmlichen Marathons unterscheiden. Sie finden an den ungewöhnlichsten Orten und unter extremen klimatischen Bedingungen statt. Von den Teilnehmern fordern sie alles – selten kommt es darauf an, in welcher Zeit die Strecke zurückgelegt wird. Bei den extremsten Marathons der Welt geht es hauptsächlich darum, den Lauf halbwegs unbeschadet zu absolvieren.

Marathon des Sables

Marathon des Sables
Foto: tent86 - CC BY 2.0
Wie bei vielen vergleichbaren Extrem-Events handelt es sich bei diesem Marathon um einen so genannten Ultramarathon. Teilnehmer müssen in 6 Tagesetappen insgesamt 230 Kilometer zurücklegen – und das mitten im marokkanischen Teil der Sahara. Einerseits ist der Marathon des Sables ein sportliches Event, andererseits auch so etwas wie ein 7-tägiges Überlebenstraining. Er findet seit 1986 regelmäßig statt und erfreut sich größter Beliebtheit bei Profi-Läufern und Extremsportlern. Im Jahr 2013 trotzten 1.027 Teilnehmer den klimatischen Bedingungen in der Wüste. Die Temperaturen schwanken zwischen 40 °C tagsüber und 5 °C in der Nacht. Läufer müssen ihre komplette Ausrüstung und Verpflegung während des Marathons selbst mitführen. Die Veranstalter stellen lediglich eine gewisse Menge an Wasser und Übernachtungsstätten (Zelte) zur Verfügung. Wer den Wüstenmarathon bestreiten möchte, muss eine ärztliche Bescheinigung  über den gesundheitlichen Zustand und die konditionelle Eignung vorlegen.

Jungle Marathon

Dschungel
Foto: Sascha Grabow www.saschagrabow.com - CC BY-SA 3.0
Das Motto des jährlich stattfindenden Dschungel-Marathons lautet „Only the brave will register“. Diesen Satz sollte man sich zu Herzen nehmen, die unglaubliche Laufstrecke quer durch den Brasilianischen Dschungel ist sogar für hartgesottene Laufprofis schwer zu knacken. Von CNN wurde das Marathon-Event, das mitten im Floresta National de Tapajos Nationalparkgebiet angesiedelt ist, zum „härtesten Ausdauerrennen der Welt“ ernannt und das mit Recht. Läufer haben im wahrsten Sinne die Qual der Wahl, wenn sie sich dafür entscheiden 42km, 122km oder 254km durch den Dschungel zu laufen. Die Rahmenbedingungen sind extrem: die relative Luftfeuchte beträgt nahezu 100%, die Temperaturen liegen jenseits der 40°C-Marke und befinden sich damit schon im tropischen Bereich. Läufer sollten jedoch nicht nur über eine überdurchschnittlich gute Kondition verfügen, sondern auch tierfreundlich sein. Tief im Dschungel warten Krokodile, Schlangen, Spinnen, Brüllaffen und blitzschnelle Jaguare. Wer die 254km zurücklegen möchte, ist insgesamt 7 Tage unterwegs. Die gesamte Ausrüstung (Kleidung, Verpflegung, Hängematten für die Übernachtung, Notfallset) müssen die Läufer selbst im Rucksack mitführen.

Desert Half Marathon Eilat

Bucht von Eilat - Foto: Datafox - GFDL / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Bucht von Eilat - Foto: Datafox - GFDL
Die Laufveranstaltung, welche jährlich Ende November in der israelischen Wüste veranstaltet wird, gilt als Einsteiger-Event unter den Extrem-Marathons. Teilnehmer können sich zwischen der herkömmlichen Marathon-Distanz über 42,1 km und einem Halb-Marathon entscheiden. Anfängern bietet der Event die ideale Gelegenheit, sich mit ungewöhnlichen Rahmenbedingungen vertraut zu machen. Start und Zieleinlauf befinden sich bei einem Einkaufszentrum in Eilat, einer Küstenstadt am Roten Meer. Der überwiegende Teil der Strecke führt jedoch durch eine trockene Wüstenlandschaft, vorbei an dunklen Felsen und über holprige Abschnitte. Während erfahrene Extrem-Marathonläufer das Wüstenevent als nahezu erholsam beschreiben würden, bietet es für Anfänger jede Menge Herausforderungen. Der Untergrund ist trocken und die Sonne brennt ungetrübt vom Himmel. Gefürchtet ist auch der Wüstenwind, der immer wieder Sand und kleine Steinchen aufwirbelt. Die Teilnahmegebühren betragen für den Halb-Marathon 47,00 US-Dollar und für den Marathon 58,00 US-Dollar.

Nordpol Marathon

Eismeer - Photo: LA(Phot) Kelly Whybrow/MOD / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Photo: LA(Phot) Kelly Whybrow/MOD
Wer 11.900 Euro an Startgeld investieren möchte, der hat die einzigartige Möglichkeit am Nordpol-Marathon teilzunehmen, der jedes Jahr vom russischen Camp am Nordpol organisiert wird. Während das Lauf-Event „an der Spitze der Welt“ von den einen gefürchtet wird, gilt die Veranstaltung bei anderen als legendär. Gelaufen wird nämlich nicht an Land, sondern auf der gefrorenen Oberfläche des Arktischen Ozeans. Damit jedoch nicht genug. Die Wetterbedingungen sind ebenfalls extrem. Gelegentlich erreichen die Temperaturen Werte jenseits der -30°C, dazu kommt ein eisiger Wind. Es versteht sich von selbst, dass Läuferinnen und Läufer über optimale Fitness verfügen müssen, um den Marathon unbeschadet überstehen zu können. Die körperliche Konstitution ist daher neben der Reihenfolge der Anmeldung ein Kriterium bei der Vergabe der Startplätze. Nicht nur die eisigen Temperaturen, sondern auch die „Bewohner“ der Arktis stellen eine gewisse Gefahr für die Teilnehmer dar. Die Veranstaltungsleitung engagiert aus diesem Grund bewaffnete Streckenposten, die eingreifen können, falls sich mächtige Eisbären dem Veranstaltungsgelände nähern.

Antarctic Ice Marathon

Antarktis - Foto: NASA Goddard Photo and Video - CC BY 2.0 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Foto: NASA Goddard Photo and Video - CC BY 2.0
Nicht nur am Nordpol wird es einmal im Jahr sportlich, auch der Südpol bietet begeisterten Extrem-Läufern ein Event der Sonderklasse. Der Antarctic-Ice-Marathon ist der einzige Marathon, der im Inneren der Antarktis ausgetragen werden darf. Er wird je nach Wetterbedingungen im November oder im Dezember veranstaltet und schaffte bereits einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als südlichster Marathon-Event der Welt. Wer sich Temperaturen von bis zu -40°C stellen möchte, der muss ausreichend Erfahrung (Teilnahme an mindestens 4 Marathons) sowie knapp 10.500 Euro mitbringen. Außerdem nimmt der Veranstalter nur jene Teilnehmer auf, die nachweisen können, dass sie bereits unter extremen Bedingungen (Laufen in der Höhe, Laufen bei Temperaturen unter 0°C) gelaufen sind. Unter all jenen, die die strengen Kriterien erfüllen, werden insgesamt 25 Personen ausgesucht, die letztlich auch am Marathon teilnehmen dürfen. Gemeinsam bereiten sich die Athleten im Basislager „UNION GLACIAR“ vor, am Wettkampftag werden sie mit dem Flugzeug zur Startlinie transportiert. Eine entsprechend wetterfeste Ausrüstung und gewissenhafte Vorbereitung auf den Marathon sind Pflicht.

Badwater Ultramarathon

Death Valley - Foto: Urban - GFDL / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Foto: Urban - GFDL
Der Death Valley Badwater Marathon ist äußerst umstritten und dennoch oder vielleicht gerade deshalb bei Extrem-Sportlern überaus beliebt. Es handelt sich hierbei um einen Ultramarathon, der 217 Kilometer durch das Death Valley („Tal des Todes“) in der Mojave Wüste führt und am Whitney Portal in 2.530 Metern Seehöhe endet. Die Region gilt als Hitzepol, das Death Valley ist das trockenste Nationalparkgebiet der USA. Teilnehmer des Extrem-Marathons müssen mit glühender Hitze, ungebrochenem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 50°C fertig werden. Die Bedingungen für Sportler sind so extrem, dass die Verantwortlichen des Death Valley National Parks aktuell alle Veranstaltungen im Death Valley untersagt haben. Sie befürchten ernsthafte gesundheitliche Gefährdungen und Todesopfer. Für das Jahr 2014 wurde die Streckenführung des Badwater Marathons vorübergehend geändert, ob es auch weiterhin einen Lauf durch das „Tal des Todes“ geben wird, ist derzeit noch offen.

Kilimanjaro Marathon

Kilimanjaro - Foto: Tambako The Jaguar - CC BY-ND 2.0 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Foto: Tambako The Jaguar - CC BY-ND 2.0
Majestätisch thront der 5.895m hohe Mount Kilimanjaro im Nordosten von Tansania. Er ist der höchste Berg Afrikas und ein beliebtes Reiseziel, nicht nur für Sportler. Seit 1987 sind die umliegenden Gebiete UNESCO Weltkulturerbe und genau in dieser wunderschönen, teils bizarren, Landschaft findet jedes Jahr ein kräfteraubender Marathon statt. Der Kilimanjaro Marathon wird bereits seit 12 Jahren veranstaltet und gilt neben dem Wüstenmarathon in Eilat als ideales Einsteiger-Event für all jene, die sich an außergewöhnliche Marathon-Bedingungen herantasten möchten. Start und Finish befinden sich im Moshi Stadium in Tansania. Die Strecke setzt sich aus unterschiedlichen Abschnitten zusammen. Ein Teil wird auf der Straße Richtung Dar es Salaam gelaufen. Weiters führt der Marathon über einen Anstieg nach Mweka, vorbei an traditionellen Dörfern, kleinen Farmen, Kaffee- und Bananenplantagen und durch kleinere Waldstücke. Im Rahmen der Laufveranstaltung können Athleten einen Marathon, einen Halb-Marathon oder einen 5-km-Lauf absolvieren.

Siberian Ice Marathon

Sibirischer Winter - Foto: hobnob_malevolence  - CC BY-SA 2.0 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Foto: hobnob_malevolence - CC BY-SA 2.0
Der Siberian Ice Marathon lässt die Herzen passionierter Extrem-Läufer höher schlagen. Er findet jedes Jahr am 7. Jänner im sibirischen Omsk statt. An diesem Tag wird auch das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert, daher ist die Teilnahme am kältesten Marathon der Welt für viele Einheimische eine lieb gewonnene Tradition. Für alle anderen, nicht Kälte-erprobten, Läuferinnen und Läufer, ist das Absolvieren der Strecke eine beinharte Herausforderung. Die Temperaturen bewegen sich zum Austragungszeitpunkt meist um die -20°C, es wurden jedoch auch schon -39°C gemessen. In der Region ist es außerdem relativ windig, das verstärkt das Kälteempfinden zusätzlich. Gestartet wird im Zentrum von Omsk, anschließend führt der Marathon zum vereisten Fluss Irtysch. Die Herausforderung dieses Lauf-Events besteht eindeutig in der Bewältigung der extremen Temperaturen. Die Wahl der richtigen Lauf- und Schutzbekleidung steht dabei an oberster Stelle, ansonsten drohen leichte bis mittel-schwere Erfrierungen.

Great Wall Marathon

Seit 1987 ist die große chinesische Mauer Weltkulturerbe und seit 1999 besteht für Athleten aus aller Welt die einzigartige Möglichkeit, Teile des historischen Denkmals im Laufschritt zu erkunden. Der „Great Wall Marathon“ findet jährlich am dritten Sonntag im Mai statt. Er startet in der Nähe des Dorfes Huangyaguan im nordchinesischen Kreis Ji. Der Lauf beginnt bereits um 7:30, da der frühe Vormittag gute klimatische Bedingungen bietet. Ein Abschnitt des Marathons (ca. 3,5km) wird auf der chinesischen Mauer absolviert. Da dieser Teil der Strecke kurz aber sehr anspruchsvoll ist, müssen alle Marathon-Läufer im Vorfeld an einer Besichtigung teilnehmen, die von der Rennleitung organisiert wird. Der Marathon ist zwar ein sportlicher Wettkampf, jedoch einer, der unter ungewöhnlichen Bedingungen stattfindet, daher gibt es auch kein Zeitlimit im herkömmlichen Sinne. Die Anzahl der Teilnehmer ist limitiert. Ausländische Läuferinnen und Läufer können ein Startticket nur in Verbindung mit entsprechenden Reise-Packages erwerben. 

Great Tibetan Marathon

Der „Great Tibetan Marathon“ ist für Läuferinnen und Läufer aus aller Welt ein besonderes Abenteuer. Das Laufevent, das in 3.600 Metern Seehöhe am Tibetischen Plateau in der Region Ladakh ausgetragen wird, schaffte es auf die Forbes Liste der „10 extremsten Marathons der Welt“.  Die Herausforderung besteht für alle Teilnehmer nämlich darin, die entsprechenden Distanzen in dieser Höhe zu bewältigen. Der Sauerstoffgehalt in der Luft sinkt mit zunehmender Höhe, der menschliche Organismus muss gezielter arbeiten, um den erforderlichen Sauerstoff aufzunehmen. Das kann allen voran bei sportlichen Belastungen zum Problem werden. Um Höhenkrankheit und ernsthaften Anpassungsschwierigkeiten vorzubeugen, müssen sich die Teilnehmer des „Great Tibetan“ Marathons 5 Tage vor Start in Ladakh einfinden. Dies ermöglicht ein erstes Akklimatisieren. Außerdem wird einen Tag vor dem Wettkampf ein so genannter „Frühstücks-Lauf“veranstaltet. Auf einer Strecke von 3km können die Teilnehmer testen, wie sie mit den Bedingungen vor Ort zurechtkommen.

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