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Mann allein - © Ljupco Smokovski - Fotolia.com
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Dossiers - Meinung "Perspektiven"  

Plötzlich allein

Der Traum von einer gelungenen Partnerschaft gehört zu den Grundträumen des Menschen. Im Gelingen wie auch im Misslingen kann die Verbundenheit (bis hin zu Abhängigkeit) stark sein.
Und plötzlich geht einer – für immer. Ist einfach weg. Tot. Die Leute ringsum reagieren unterschiedlich: Warum nur? Noch so jung! Noch nicht so alt! Das musste so kommen! Schade! Was nun?
Der hl. Augustinus beschreibt sein Erleben nach dem Tod eines nahen Freundes sinngemäß so, „als ob mir eine Hälfte des Herzens herausgerissen worden wäre“. Vom plötzlichen Tod des Partners oder der Partnerin getroffene Menschen sind zunächst einmal schockiert, können es nicht fassen, wirken fast kalt, sind kühl und überlegt – und sind mit der Vorbereitung des Begräbnisses beschäftigt.
Später kommt jedoch das hin- und hergerissen Werden zwischen Ohnmacht, Verzweiflung, Angst aber auch Zorn und Wut: Die geht einfach und ich muss bleiben. Allein. Verabschiedet sich nicht einmal. Gleich kommen die Gedanken, ob ich wohl über meine mehr oder weniger geliebte Partnerin so denken darf? Dazu noch Schuldgefühle, die sich hartnäckig an meine Fersen heften – auch wenn sie vernunftgemäß jeglicher Grundlage entbehren: Hätte ich sie retten können? Habe ich was vernachlässigt. Wäre ich doch früher wach geworden? Warum sie und nicht ich?
Schuldgefühle und Selbstabwertungen verhindern, dass der Tod des Partners wirklich angenommen wird, dass er dort ist und ich hier bleibe, dass er tot ist und ich lebe – diese Trennung bedeutet Schmerz und verweist mich auch auf meinen Tod. Gewissermaßen lassen wir den Partner oder die Partnerin dann erst ganz „sterben“, wenn wir diese Unterscheidung treffen: Er/ sie ist gegangen und das hat sie getan. Ich bleibe zurück und ordne mein Leben neu. Das ist mein Schock, meine Unsicherheit und meine Herausforderung. Ich muss anerkennen, dass ich noch eine Weile bleiben kann.

Von Leo Pöcksteiner, Männerberatung St. Pölten

mit freundlicher Unterstützung des Männermagazins Y
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