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Bier trinkende Holländer - © Ivonne Wierink - Fotolia.com
Bier trinkende Holländer - © Ivonne Wierink - Fotolia.com

Die Niederlanden und das Heineken-Wunder  

Biere in Holland

Die Niederlande gelten durchaus als traditionelles Bierland in Europa. Allerdings sind viele Einflüsse aus den brau-begeisterten Nachbarstaaten Deutschland und Belgien entlehnt – selbst hat das Grachten- und Tulpenland mit einer starken Konzentration auf die großen Player zu kämpfen.

Um 1900 zählte man in Holland noch Brauereien im vierstelligen Bereich, nunmehr sind es um die dreißig. Firmen-Zusammenschlüsse und das Aussterben kleiner Privatbrauereien stehen für diesen Trend. Unangefochtener Binnenmarktführer ist Brau-Gigant Heineken, dessen Erfolggeschichte noch skizziert wird.

Heineken hat die Trümpfe in der Hand

Das Standardbier in den Niederlanden war früher ein süßes, leicht untergäriges Gebräu, „Oud Bruin“ genannt. Fast ebenso gängig war das dunkle „Bok“ – wie unschwer zu erraten ist, die regionale Variante des Bockbieres. Beide Varianten sind heute noch in den Sortimenten fast aller Brauereien vertreten, sind aber in der Gunst der Konsumenten hinter das beherrschende goldgelbe Lager, für das Heineken, Amstel und Andere international stehen, zurückgerutscht.

Zurück zu Heineken: Der 22 jährige Jungspund Gerard Adriaan Heineken übernahm 1863 die stagnierende Haystack-Brauerei in Amsterdam, erkannte die Nachfrage nach Bier im Umland und strich schon nach wenigen Jahren fette Gewinne ein. Der junge Heineken positionierte sein Unternehmen stark in Richtung Export – ein Weg, der dem Marktführer bis heute durch kluges Marketing Renommee und Unmengen von Cash rund um den Erdball einbringt.

Von Indonesien in die USA

Bereits nach dem 1. Weltkrieg war Heineken bis nach Indonesien verbreitet. In den USA erlangte man rasch nach der Einführung den Rang des Importbieres Nummer eins. Zwar konnte der Anheuser-Busch-Konzern am amerikanischen Markt noch nicht überflügelt werden, aber die Zahlen der verkauften Menge sprechen dennoch für die Brauerei mit dem berühmten grünen Etikett.

Heineken verkauft am Binnenmarkt Holland jährlich rund 7 Millionen Hektoliter Bier, international sind es über 1500 Millionen Hektoliter in über 170 Ländern. Auch die Tochtermarke Amstel erfährt mit 85 Mio. Hektolitern eine beachtliche Verbreitung. Heinken unterhält in den Niederlanden die Standorte Zoeterwoude und Hertogenbosch, wobei die alte Brauerei, die Namensgeber Gerard Adriaan einst kaufte, noch als Museum fungiert. Außerdem ist der Konzern im Besitz der Brand- und der Ridder-Brauerei.

Der Coup mit den Supermärkten

Einen Hinweis wert ist auch die Privatbrauerei Bavaria, eine der größten ihrer Art weltweit. In Lieshout beheimatet, verdankt Bavaria seine starke Stellung am Markt einem Coup mit dem Handel. Und zwar hat man Verträge, eigene Lager-Biere für Supermarktketten in ganz Europa zu brauen, was ein mehr als rentables Standbein für die Lieshouter darstellt. Neben diesem berüchtigten Lager-Bier ist aber für Freunde des starken Tropfens auf das Bavaria 8.6 hinzuweisen, ein vollmundiges Spezialbier mit exakt 8,6% Prozent Alkoholgehalt.

Hollands Kleinbrauereien stehen vor allem für innovative Spezialbiere, die sie versuchen nach Vorlagen aus den Nachbarländern nach zu brauen und für obergärige Biere wie Kölsch, Alt oder klassische Weizenbiere. Beispielhaft ist hier das würzige Weizen „Amersfoorts Wit“, das von Drie Ringen in Amersfoort hergestellt wird. In einigen heimischen Pubs auch zu finden sind die Produkte von „Grolsch“, einer Brauerei aus Groenlo. Grolsch ist für seine markanten wie schönen Flaschen mit den Drahtbügelverschlüssen in Insider-Kreisen durchaus bekannt. Rein produktspezifisch spielt das Grolsch-Bokbier alle Stückerl.

Ein Artikel von Philipp Marcher
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